hill of maple


Interview mit Quentin Antares und Bruder Robert
Stand: November/Dezember 2006

Mit einem „ELECTRICS GANGBANG“ führte die hillofmaple-crew am 13. Oktober ihre gleichnamige elektronische Eventreihe im Amberger CASINO fort, eine Serie die neuen Wind durch die Gassen der Vilsstadt peitscht. Über 500 Feierwütige rockten zum Sound von Mathias Kaden, Quentin Antares, und zu den Flashlights von VJ Herbert Dorfner den Dancefloor und brachten somit endlich mal richtige Clubstimmung in den altehrwürdigen Saal. Am 8. Dezember geht nun die nächste und garantiert nicht die letzte Auflage von „ELECTRICS GANGBANG“ über die Bühne. Mit dabei diesmal: DJ Julietta, Quentin Antares, „Der Protagonist“ und der hillofmaple-rookie Edgar Klein. Doch wer sind eigentlich die Jungs, die dafür sorgen, daß in Amberg endlich die Wellen der Euphorie in der elektronischen Feierkultur hochschlagen? Wir haben die hillofmaple-brothers Philipp aka Quentin Antares und Robert – die Köpfe der hillofmaple-crew – interviewt:

Wie ist die Idee zu „hillofmaple“ eigentlich entstanden – und was habt ihr mit Ahorn zu tun?

Philipp: Die Idee dahinter beruht auf dem Gedanken unabhängig und aktiv unsere eigenen Vorstellungen zu verwirklichen. Letztendlich ausschlaggebend waren die wenigen Möglichkeiten in der Region meine Musik unters Volk zu bringen.
Robert: Also...mit Kanada hat  unser leaf  zunächst mal nichts zu schaffen: Es ist vielmehr eine neudeutsche Anspielung auf die Ortschaft unserer väterlichen Herkunft. Wir dachten das ist mal was anderes als ständig diese plakativen Partysynonyme.

In den letzten Jahren habt ihr Euch ja ganz schön gemausert und Euch inzwischen einen Namen in der Szene gemacht...Wie habt ihr eueren „Werdegang“ erlebt?

Robert: Der Anfang war natürlich sehr holprig und es stand ganz und gar nicht fest in welche Richtung wir uns entwickeln würden, welche Chancen man ergreift und welche man besser ausläßt. Wir haben uns auch oft gefragt warum wir uns das überhaupt antun, angesichts so mancher unzuverlässiger Chaoten die sich so in der Szene tummeln, die einem schlicht nur die Zeit stehlen. Aber schließlich ist jede Erfahrung als solche positiv...
Philipp: Zu Beginn, als ich vorwiegend in Cafés und dergleichen aufgetreten bin, fehlte mir natürlich das essentielle Feedback zu meinem -zugegebenermaßen- ungewöhnlichen Sound. Durch Engagement strotzende Arbeit ergaben sich dann nach und nach die wegweisenden Gigs...ich muß auch betonen, daß die Möglichkeiten, die wir uns geschaffen haben mit Blut und Schweiß teuer aufgebaut worden sind.

Was ist für Euch das Faszinierende an elektronischer Musik?

Philipp: Der immer wieder verblüffende Facettenreichtum zieht einen ständig wieder in den Bann. Ich behaupte es existiert ein quasi unsichtbares Band zwischen den Leuten, welches eine unbeschreibliche Atmosphäre schafft die es nur in der elektronischen Musik gibt: Nur hier gibt es diese Ausgelassenheit, die ich nie wieder missen möchte.
Robert: Righty right. Seit meinen Feiereien im legendären UV, Catweazle und im te-Club, hat mich diese Lebensart nicht mehr losgelassen...meine Begeisterung für die eMusik lag auch der Entscheidung zugrunde konstruktiv das Angebot an Partys mitzugestalten.

Am 08.12. startet eine weitere Auflage von „ELECTRICS GANGBANG“. Was erwartet uns da im Amberger Casino?

Philipp: Um uns von dem restlichen hiesigen Angebot klar abzuheben warten wir mit einem LineUp auf welches an Vielfalt und Esprit nicht zu wünschen übrig läßt. Drückt Euch den Stoff!
Robert: Du meinst wohl
Come, see and listen!

Wir hoffen, die elektronische Feierei geht in Amberg weiter. Pläne für 2007?

Robert: Im nächsten Jahr setzen wir alles daran unserem, die Region betreffendem Motto treu zu bleiben: Amberg Go Ahead!
Philipp: Das Missionsziel lautet also hier die Szene mit neuen -aus der Monotonie der Vergangenheit herausstechenden- Stilangeboten zu bereichern. Desweiteren besteht nicht nur das  Bestreben unvergeßliche Partys in Amberg über die Bühne gehen zu lassen, sondern überdies die Gründung eines Labels vorzubereiten. Auf die Ergebnisse des Jahres 2007 aufbauend soll auch die Attraktivität Ambergs als Stadt mit einer reichhaltigen Musikkultur nachhaltig auf den elektronischen Bereich ausgedehnt werden.

Bis vor geraumer Zeit war Amberg ja nicht gerade eine Partybucht für die elektronische Szene. Was hat sich in letzter Zeit getan – bzw. was denkt ihr, was sich hier ändern wird oder muss?

Robert: Den kritischen Partygänger beschäftigt seit jeher die klassische Frage: Die Location! Da diesbezüglich bekanntlich in den letzten Jahren ein Umbruch stattgefunden hat, müssen auch wir zusehen, wo wir denn die Feiereien stattfinden lassen können...um unsere Vorhaben zu realisieren brauchen wir verlässliche Partner, keine Frage. Obwohl ein eigener Club schon seine Vorteile hätte. Darauf aufbauend muß und wird sich der elektroiden Community die Gelegenheit bieten auswählen zu können. Und dafür stehen wir! Was letztendlich dabei herauskommt, das entscheidet allein die Feiercrowd.   

Nun noch zu Philipp und Robert privat.

Euere erste Platte überhaupt – und Eure Lieblingsscheibe der Gegenwart....

Philipp: David Alvarado – Flux – Peacefrog Records; (AllTimeClassic:) Dub Taylor – detect (Album) - Forcetracks.
Robert: Captain Hollywood Project - More and More (1992); Daniel Ibbotson - Streamlines (1998) Ist zwar nicht mehr ganz so gegenwärtig, aber dafür zeitlos stylish!

Elektronisches Feiern ist geil, weil....

Philipp: ...einfach nur noch geil!
Robert: Low aggression, high serenity!

Das beste, das mir/uns je beim Feiern passiert ist...

Robert: Bei der LibertyOne 2002 meiner Freundin begegnet.
Philipp: Mein 18. Geburtstag im Tresor-Berlin und die damit verbundene Urlaubswoche, aber es gibt zu viele schöne Erinnerungen und ich hoffe es werden noch mehr.

Auf Parties nervt mich/uns am meisten, wenn...

Philipp: no comment
Robert: Wenn der entscheidende Funke nicht überspringt.

Wo trifft man Euch – außer natürlich beim „ELECTRICS GANGBANG“?

Robert: LILA Lounge, Sauna, Suxul, hillofmaple-Operationszentrale, Cyberspace
Philipp: Always on the run

In fünf Jahren will ich / wollen wir...

Philipp/Robert:  Das wird die Zukunft zeigen.

So, sollten nun Anfragen weiblicher Fans kommen...*zwinker* - seid ihr noch zu haben – oder habt ihr für Frauen gar keine Zeit bei Euerer ganzen Activity?

Robert: Offline.
Philipp: Online.

Danke Jungs für das nette Gespräch. Wir sehen uns am Freitag, den 8.12. im Casino! ;-)

Und im suxul Club!!!

                                         Dieses Interview führte Evi Wagner, sucker-Redaktion


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Event Guide Europe

Interview mit Quentin Antares  Stand: November/Dezember 2004

Hallo Philipp. Heute stellen wir Dich unseren Lesern etwas genauer vor, da Du seit einiger Zeit aktiv in der Szene mitspielst.

Wie lange legst Du schon auf? Welches Medium bevorzugst Du? Good-old-Vinyl, CD, MP3, Final Scratch, Hardware oder gemischt?

Hallo, erst mal, seit eineinhalb Jahren schon laß ich die Schwarzscheiben rotieren, und zwar -zumindest derzeit- ausschließlich diese.

Was war der Auslöser für Dein DJing? Ein Schlüsselerlebnis? Gibt es Vorbilder?

Als mein Bruder in Regensburg studierte, war die suite15 für uns partysanen die erste Anlaufstelle. Jeden Freitag ein fetziges Lineup bei denen vor allem Acid Maria und die Female Pressure Parties mich schlichtweg überzeugt hatten. Die Liberty-One Festivals taten ihr übriges. Steve Bug und Martin Landsky überzeugten mich letzten Endes auch tätig zu werden.

Wie würdest Du den Style bezeichnen, den Du zum Besten gibst?

Je nach location und Konzept beschalle ich mit warm groovin` Deep House, minimalen Tech House und mit unter pushenden Tech House. Am besten: Sich selbst ein Klangbild machen!

Eure Afterwork-Parties „Ibiza goes deep“ fanden im Weidener Theatro, zusammen mit Dr. Möhrle statt. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Ralf Möhrle aka Dr. Möhrle ist DAS mastermind in der Region. Bevor er in den Hochzeiten den Streetmove organisiert hat, verlieh er dem Club UV in Weiden bis Anfang 1997 seinen unverwechselbaren Charakter. In diesem Club wurde quasi mein Bruder mit dem technoiden Virus infiziert, welcher mich auch diesen Sommer dazu animierte den Theatroinhaber Möhrle von einer Kooperation zu überzeugen. Prompt fand am 12. August die erste After Work Party statt. Am 7. Oktober hieß es dann: „Classic meets Deep“. Die „Ibiza goes Deep“-Parties werden freilich continued.

Die neue Eventreihe „Input“ startet nun jeden Freitag im DiscoPark Check in  Ebermannsdorf/Schafhof zwischen Amberg und Schwandorf (A6/B85) durch, und löst den bisherigen „Electric-Flavor Club“ ab. Was erwartet den elektronisch interessierten Partygänger hier?

Zusammen mit DJ Booster, einem Mitorganisator von Events im Amberger JUZ (Klärwerk), Richard S. und gelegentlich mit Gast-DJs bieten wir ein -für einen Floor- ziemlich breites Spektrum an: Über Minimal Sounds bis hin zum Schranz. Über die Videokanäle laufen spacige Mangas (Akira, C.Future) und weitere Klassiker, offene Getränke schlagen lediglich mit 49 Cent zu Buche!

Der Name „hill of maple rec.“ ist bisher nur eine Idee. Was steckt dahinter? Wird es künftige Releases von Quentin Antares dort geben? Wenn ja, welche Stimmung fängt der Gast auf seiner Reise dorthin ein?

Da ist noch viel offen, aber man kann jetzt schon sagen, daß zunächst ein booking-Programm offeriert wird (www.hillofmaple.de). Releases, also producing wird aller Voraussicht nach ebenfalls unter dieser Bezeichnung laufen. 2005 sind die ersten konkreten Projekte,auch überregional geplant.
Styletechnisch steht Tech House ganz oben auf der Liste.

Gibt es eine Message, die Du mit der Musik an die Leute transportieren möchtest?

In Verbindung mit dem hill of maple Konzept gibt es ein klares statement:
Die elektronische Musik in der Region und darüber hinaus festigen und somit weitere partysanen inspirieren: Love, peace and tranquility!

Welches sind Deine derzeit heißesten Top-5 Scheiben?

1.Steve Bug, Houze
2.Zoo Brazil, Walk right back
3.Das Bierbeben, Staub
4.AN-2(Steve Bug), Road through the rain
5.John Shananignan, mamajuana e.p.

Danke für das nette Gespräch.

Und viel Erfolg bei den kommenden Parties!

                             Dieses Interview führte Sebastian Müller, partysan-Redaktion

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